David-Hansemann-Schule, Aachens Realschule im Herzen der Stadt

15.03.1901

Gründungsbeschluss der Stadtverordneten für eine Knabenmittelschule in Aachen. Der Unterricht fand zum Teil in der Volkshochschule in der Sandkaulbachstr.13-15 statt.

07.06.1904

Neues Schulgebäude wurde eingeweiht.

bis 1917

    

war eine Prüfung für den Einjährig- Freiwilligen Dienst möglich, das heißt, dass dadurch eine kürzere Wehrpflicht (1 JAHR) erfolgte.

1918/19

  

Vom November 1918 bis Januar 1919 und vom 2. Februar bis 31. Dezember 1919 war das Schulgebäude mit Besatzungstruppen belegt. Die Knabenmittelschule benutzte das Gebäude der Mädchenmittelschule I (Beeckstrasse) mit. Die Mädchen und Jungen wechselten sich in der vor- und nachmittäglichen Benutzung des Gebäudes ab. 1920 erfolgte die Rückkehr in die Sandkaulstrasse.

1920

In neun Jahrgängen besaß die Schule 709 Schüler. Ab 1922 wurde die Schulspeisung mit städtischen Mitteln finanziert.

bis 1921

war die Schule 9-zügig; wie bei den Gymnasien konnten die Schüler sofort zur Mittelschule gehen.

von 1921

wurden die drei untersten Klassen abgebaut, was einen allmählichen Übergang von der 9- zur 6- Stufigkeit bedeutete. Die Schule besaß 649 Schüler.

1922

Nur noch 622 Jungen besuchten die Knabenmittelschule. Wegen der Inflation wurden in den unteren Klassen wieder Tafel und Griffel anstelle von Heften verwendet. Es gab das Fach Werkunterricht in Papp-, Holz-, Buchbindearbeiten. Der Unterricht in Holzarbeit wurde in den städtischen Werkstätten in der Beguinenstrasse abgehalten.

Ostern 1922

Zum ersten Male wurden Förderklassen eingerichtet. Begabte Volksschüler sollten nach der Entlassung aus der Volksschule aufgenommen und in 1 bis1 1/2 den Mittelschulabschluss erreichen.

27.01.- 02.02 1923

wurde der Eisenbahnverkehr im Aachener Grenzgebiet stillgelegt, und zwar als Reaktion auf den passiven Widerstand im Ruhrgebiet. danach wurden die Züge mit belgischen und französischen Personal boykottiert, wodurch für viele auswärtige Schüler der Schulbesuch erschwert wurde. Die Schule wurde sogar geschlossen, als die "Rheinische Republik" der Sonderbündler in Aachen ausgerufen wurde und es zu Straßenkämpfen kam.

1925

Nur noch 605 Jungen besuchten die Schule. Ab 1921 war die Schülerzahl stetig zurückgegangen (1926: 584 Schüler, 1928: 442 Schüler, 1932 nur noch 396 Schüler).Die Gründe waren: 1. Der per Gesetz verlangte Abbau der "Vorklassen" brachte Jahr für Jahr eine Verminderung von 80 - 100 Schülern. 2. Die Kinderzahlen gingen rapide zurück. 3. Das Schulgeld war für mehrere Eltern wegen der wirtschaftlichen Not nicht mehr erschwinglich.

1926

Die Schule feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

1931

Erstmals wurden schriftliche und mündliche Abschlussprüfungen abgehalten. Das Schulgeld betrug 120 RM (Reichsmark) im Jahr.

1932

Die Stadt musste die Schulgelderhöhung von 120 auf 180 RM nach erheblichen Protesten der Elternschaft wieder rückgängig machen.

powered by website baker ..::::.. haurand.com ..::::.. design by Hans-Gerd Gerhards