David-Hansemann-Schule, Aachens Realschule im Herzen der Stadt

David Hansemann
(1790   -   1864)

Ohne David Hansemann wäre Aachen wohl nie Großstadt geworden.
Wer war dieser Mann, und was tat er für Aachen?

David Hansemann wurde am 12. Juli 1790 in Finkenwerder geboren. Er besuchte die Dorfschule, und als Vierzehnjähriger trat er eine Kaufmannslehre an. Der wißbegierige Junge war vielseitig interessiert und "verschlang" in seiner Freizeit ein Buch nach dem anderen. Sein Lehrmeister war Bürgermeister in Rheda, und er beschäftigte David als seinen Sekretär. Hansemann lernte so Verwaltung und Organisation kennen. Nach seiner Lehre kam David als Handlungsreisender zur Tuchfabrik J. H. Elbers in Monschau. Er reiste sieben Jahre kreuz und quer durch Europa, um sich dann mit 27 Jahren in Aachen selbstständig zu machen. Große Kenntnis in der Tuchbranche, dazu die richtige Planung und Fleiß machten ihn in wenigen Jahren zum reichen Mann. 1825 gründete er die Aachener-Münchener-Feuerversicherungsgesellschaft, mit deren Hilfe die Technische Hochschule erbaut wurde.

Ebenfalls der von 1834 bis 1923 bestehende "Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit" wurde von Hansemann ins Leben gerufen. Den größten Dienst erwies der schwerreiche Kaufmann seiner Wahlheimat Aachen, als er eine Eisenbahngesellschaft gründete. Kölner Kaufleute hatten die Rheinische Einsenbahngesellschaft gegründet und beabsichtigten die Trasse an Düren und Aachen vorbei nach Belgien zu führen. Durch das Verhandlungsgeschick Hansemanns in Berlin bestimmte der König, dass die Rheinische Eisenbahngesellschaft zu Hälfte aus Aachenern und Kölnern bestehen sollte. So verdankt Aachen den Anschluss an das Eisenbahnnetz diesem bekannten Kaufmann.

1847 ging David Hansemann als Abgeordneter in den Landtag nach Berlin und wurde 1848 preußischer Finanzminister. Bei einem Kuraufenthalt in Bad Schlangenbad verstarb David Hansemann am 4. August 1864. Er wurde in Berlin auf dem Matthäikirchhof begraben. Der damalige Aachener Oberbürgermeister Ludwig Pelzer enthüllte am 29. September 1888 auf dem Platz, wo vormals das Kölntor gestanden hatte, ein Denkmal mit einer überlebensgroßen Figur des David Hansemann. Als die Ausbauarbeiten des Platzes, an dem der Kölnsteinweg begann, 1894 abgeschlossen waren, wurde dieser - sechs Jahre nach Errichtung des Denkmals - Hansemannplatz genannt. Als großen Deutschen ehrte man David Hansemann 1933 mit seiner Abbildung auf dem neuen 50-Reichsmarkschein.

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